Sieben Seepferdchen in sechs Schwimmstunden

Schwimmen zu lernen, erfordert Mut und Zeit zum Üben. Ihren Mut haben die Drittklässler der Gemeinschaftsgrundschule Bischof-von-Ketteler-Schule bewiesen, allerdings fehlte den Mädchen und Jungen in diesen Monaten der Pandemie die notwendige Zeit. Der Grund: Das Hygienekonzept. Aktuell bleiben den Grundschülern von einer Doppel-Schwimmstunde pro Woche gerade einmal 17 Minuten im Wasser, um ihre ersten Schwimmzüge zu machen und zu üben. 

Viel zu wenig, um möglichst vielen Kindern das Schwimmen beizubringen – das waren der Sportlehrerin Uta Meyer-Normann und ihrer Kollegin Silvia Gutsche schnell klar. Einfach so hinnehmen wollten sie dies jedoch nicht. So nutzte das engagierte Duo die neuen Regeln des Lockdowns light im November und Dezember für ein zusätzliches schulisches Angebot, für das sie auch ihre Kollegin Iris Allendörfer gewinnen konnten: Sechs Wochen erteilten sie mittwochsnachmittags bis zu 13 Drittklässlern aus der OGS Bischof-von-Ketteler im Mendener Hallenbad eine Extra-Stunde Schwimmunterricht. 

Der Erfolg spricht für sich: Sieben Kinder lernten in der kleinen Gruppe das Schwimmen und entwickelten sich im Nu zu echten Wasserratten. Unter lautstarken Anfeuerungsrufen und Klatschen ihrer Mitstreiter schwammen sie in einem durch das 25 Meter-Becken, sprangen vom Beckenrand ins tiefe Becken und holten einen Ring vom Beckenboden herauf. Danach kannte die Freude der frischgebackenen Schwimmer keine Grenzen mehr: Stolz und überglücklich nahmen alle Sieben ihre Seepferdchen-Urkunden entgegen. „Es hat den Kindern und uns mega viel Spaß gemacht“, freuen sich die drei Schwimmlehrerinnen über das tolle Erlebnis. Und dass die anderen auch bald ihr Seepferdchen bestehen werden, davon sind sie überzeugt. 

Besonderen Dank sagen möchten die Lehrerinnen einer Mutter, die das Projekt außerhalb des üblichen Stundenplans begeistert unterstützt hat: Mit ihrem eigenen Auto übernahm sie für einige Kinder den Fahrdienst von der Schule zum Hallenbad und wieder zurück. 

Schulbetrieb ab 14. Dezember

Sehr geehrte Eltern und Sorgeberechtigte!

Gegen 14 Uhr erhielt ich heute die offizielle Mitteilung über die Entscheidungen der Landesregierung NRW zum Schulbetrieb ab Montag, 14.12.2020, sowie Donnerstag, 07. 2021, und Freitag, 08.01.2021.

In der E-Mail schreibt das Schulministerium:

Als Beitrag zur allgemeinen Kontaktreduzierung gelten daher ab Montag, 14. Dezember 2020, folgende Regelungen:

In den Jahrgangsstufen 1 bis 7 können Eltern bzw. Erziehungsberechtigte ihre Kinder vom Präsenzunterricht befreien lassen.

Um das Verfahren angesichts der Kürze der Zeit zu vereinfachen, zeigen die Eltern bzw. Erziehungsberechtigten der Schule gegenüber schriftlich an, wenn sie von dieser Befreiung Gebrauch machen wollen. Sie geben dabei an, ab wann die Schülerin oder der Schüler ins Distanzlernen wechselt. Frühester Termin ist der 14. Dezember 2020.

Ein Hin- und Her-Wechseln zwischen Präsenzunterricht und Distanzlernen ist nicht möglich. Dies ist mit Blick auf die Infektionsprävention nicht sinnvoll.

Für die kommende Woche, von Montag, 14.12, bis Freitag, 18.12. 2020, gilt folgende Regel: Die Pflicht zur Teilnahme am Präsenzunterricht wird aufgehoben, dennoch besteht weiter die Schulpflicht. Das bedeutet, Eltern können bestimmen, ob das Kind in der Schule (Präsenzunterricht) oder zu Hause (Lernen auf Distanz) schulische Aufgaben erledigt. 

Wenn Ihr Kind in der kommenden Woche am Lernen in Distanz teilnehmen kann, dann lassen Sie es bitte vom Präsenzunterricht befreien. Benutzen Sie dazu das beigefügte Formular und schicken es umgehend an die Klassenlehrerin und in Kopie an Schulleitung@133530.nrw.schule.

Des Weiteren teilt das Schulministerium mit:
An den beiden Werktagen unmittelbar im Anschluss an das Ende der Weihnachtsferien (7. und 8. Januar 2021) findet kein Unterricht statt.
Es gelten die gleichen Regeln wie für die unterrichtsfreien Tage am 21.
und 22. Dezember 2020.

Die Information des Ministeriums können Sie hier nachlesen.

Ich wünsche Ihnen trotz aller Überraschungen ein angenehmes und entspanntes drittes Adventswochenende mit Ihren Familien.

Mit besten Grüßen

E. Schrieck, Schulleitung

Weihnachtsbäume im Wettbewerb

Mit großem Eifer und viel Kreativität haben sich die Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsgrundschule Bischof-von-Ketteler-Schule wieder an dem Weihnachtsbaum-Wettbewerb der Stadtwerke Menden beteiligt: Unter dem diesjährigen Motto „Baumschmuck aus Woll- und Stoffresten“ bastelten die Kinder dekorative Kunstwerke für ihren Weihnachtbaum an den beiden Standorten in Lendringsen und Hüingsen.

Mittlerweile hat sich die Aktion, für die die Stadtwerke allen neun Mendener Grundschulen Tannenbäume spendeten, zu einer schönen vorweihnachtlichen Tradition entwickelt. Jetzt warten die kleinen Künstler gespannt auf das Ergebnis der Online-Abstimmung und dem Votum der Kunst-Experten von der VHS Menden-Hemer-Balve und der Jungen Kunstschule: Schließlich winken den Gewinnern der ersten drei Plätze Preisgelder zwischen 50 und 150 Euro für die Kassen ihres Schul-Fördervereins.

Der schuleigene Apfelbaum

Auf dem Schulhof steht in der Nähe des Eingangs zur  Verwaltung ein Apfelbaum. Jedes Jahr erfreut er uns mit tausenden rosa Blüten. Aus vielen dieser Blüten wachsen jedes Jahr kleine Äpfelchen. Im Herbst sind sie zu großen, reifen Äpfeln gewachsen. 

Die Kinder der Betreuung haben abgefallene Äpfel und einige gepflückte gesammelt. Die Äpfel wurden gewaschen, geschält, entkernt und in Stücke geschnitten. Mit etwas Zucker wurden sie weich gekocht und zu Apfelbrei gerührt. Leider schmeckte dieses Apfelmus nicht besonders gut.                    Auch der Geschmack der rohen Äpfel konnte die Kinder und Mitarbeiter nicht überzeugen.

Leider steht der Baum so ungünstig, dass der Großteil der Äpfel nicht gepflückt werden kann.

Schütteln hilft

Seit 5 Jahren werden die Äpfel deshalb im August oder September unter Hilfe unseres Hausmeisters vom  Baum geschüttelt, mit einigen Schülerinnen und Schülern aufgesammelt und zusammen mit den Äpfeln aus dem Garten einer Lehrerin zu Apfelsaft gepresst. Dafür werden die Äpfel zur mobilen Saftpresse „Obst auf Rädern“ zum Hof Schulte nach Eisborn gebracht. Dort werden die Äpfel zunächst gewaschen und danach zerkleinert. Diese Apfelstückchen werden dann mechanisch gepresst: Der Apfelsaft tritt aus, wird aufgefangen, danach pasteurisiert (soweit erhitzt, dass Bakterien und Schimmelpilze absterben) und durch ein Schlauchsystem heiß in Kunststoffbehälter abgefüllt. 

Jeder Behälter (Kunststoffbeutel) fasst 5 Liter Apfelsaft. Der Behälter wird luftdicht verschlossen. Zum Entleeren gibt es ein gesichertes Ablassventil (Zapfhahn). Erst wenn die seitlich angebrachten Sicherungen abgerissen werden, kann der Zapfhahn betätigt und Apfelsaft entnommen werden. Wird der Zapfhahn geschlossen, fließt kein Apfelsaft mehr nach außen. Aber: und das ist der Trick: es kann auch keine Luft von außen nach innen in das Behältnis einströmen. Damit können auch Bakterien oder andere Keime, die die Haltbarkeit und Genießbarkeit des Saftes beeinträchtigen könnten, nicht mehr eindringen. Der Saft ist  – auch geöffnet im angefangenen Gebinde – über längere Zeit ohne Kühlung haltbar.

5 l Saft im Kunststoffbeutel mit Ablassventil kosten 4 Euro. Der stabilisierende Pappkarton kostet einen Euro.

Erlös geht an den Förderverein

Bei Veranstaltungen im Schulleben wird der Saft als „schuleigener Apfelsaft“ zur Verkostung gegen ein angemessenes Entgeld angeboten. 0,2 l kosten 0,50 Euro. Der Erlös geht an den Förderverein, der wiederum die Schule bei Projekten, die aus Schulträgermitteln nicht finanziert werden, unterstützt.   

Schwierig ist es, die junge Elternschaft zu überzeugen, dass der Saft auch ohne ( elektrische) Kühlung schmackhaft bleibt und keinesfalls gesundheitsschädlich ist.

Im Herbst 2018 wurden 78 kg Äpfel vom schulischen Apfelbaum gemischt mit 117 kg anderer Apfelsorten aus dem Garten der Lehrerin zu 95 Litern Apfelsaft gepresst. 

Dem 2:3 Verhältnis der geernteten Äpfel entsprechend wurde der Saft auf Schule und Lehrerin aufgeteilt, die Schule erhielt 8 und die Lehrerin 11 Pakete á 5 Liter Saft.

Auch in den Vorjahren war das Verhältnis immer entsprechend 2:3. Im Jahr 2019 war der Ertrag an Äpfeln äußerst gering, eine Pressung lohnte nicht.

2020 hingegen war wiederum ein gutes Apfeljahr und die Pressung ergab 120 Liter Saft, wobei das Verhältnis in diesem Jahr anders war, nämlich 107 kg  schuleigene Äpfel und 89 g Äpfel aus dem privaten Garten.