Der schuleigene Apfelbaum

Auf dem Schulhof steht in der Nähe des Eingangs zur  Verwaltung ein Apfelbaum. Jedes Jahr erfreut er uns mit tausenden rosa Blüten. Aus vielen dieser Blüten wachsen jedes Jahr kleine Äpfelchen. Im Herbst sind sie zu großen, reifen Äpfeln gewachsen. 

Die Kinder der Betreuung haben abgefallene Äpfel und einige gepflückte gesammelt. Die Äpfel wurden gewaschen, geschält, entkernt und in Stücke geschnitten. Mit etwas Zucker wurden sie weich gekocht und zu Apfelbrei gerührt. Leider schmeckte dieses Apfelmus nicht besonders gut.                    Auch der Geschmack der rohen Äpfel konnte die Kinder und Mitarbeiter nicht überzeugen.

Leider steht der Baum so ungünstig, dass der Großteil der Äpfel nicht gepflückt werden kann.

Schütteln hilft

Seit 5 Jahren werden die Äpfel deshalb im August oder September unter Hilfe unseres Hausmeisters vom  Baum geschüttelt, mit einigen Schülerinnen und Schülern aufgesammelt und zusammen mit den Äpfeln aus dem Garten einer Lehrerin zu Apfelsaft gepresst. Dafür werden die Äpfel zur mobilen Saftpresse „Obst auf Rädern“ zum Hof Schulte nach Eisborn gebracht. Dort werden die Äpfel zunächst gewaschen und danach zerkleinert. Diese Apfelstückchen werden dann mechanisch gepresst: Der Apfelsaft tritt aus, wird aufgefangen, danach pasteurisiert (soweit erhitzt, dass Bakterien und Schimmelpilze absterben) und durch ein Schlauchsystem heiß in Kunststoffbehälter abgefüllt. 

Jeder Behälter (Kunststoffbeutel) fasst 5 Liter Apfelsaft. Der Behälter wird luftdicht verschlossen. Zum Entleeren gibt es ein gesichertes Ablassventil (Zapfhahn). Erst wenn die seitlich angebrachten Sicherungen abgerissen werden, kann der Zapfhahn betätigt und Apfelsaft entnommen werden. Wird der Zapfhahn geschlossen, fließt kein Apfelsaft mehr nach außen. Aber: und das ist der Trick: es kann auch keine Luft von außen nach innen in das Behältnis einströmen. Damit können auch Bakterien oder andere Keime, die die Haltbarkeit und Genießbarkeit des Saftes beeinträchtigen könnten, nicht mehr eindringen. Der Saft ist  – auch geöffnet im angefangenen Gebinde – über längere Zeit ohne Kühlung haltbar.

5 l Saft im Kunststoffbeutel mit Ablassventil kosten 4 Euro. Der stabilisierende Pappkarton kostet einen Euro.

Erlös geht an den Förderverein

Bei Veranstaltungen im Schulleben wird der Saft als „schuleigener Apfelsaft“ zur Verkostung gegen ein angemessenes Entgeld angeboten. 0,2 l kosten 0,50 Euro. Der Erlös geht an den Förderverein, der wiederum die Schule bei Projekten, die aus Schulträgermitteln nicht finanziert werden, unterstützt.   

Schwierig ist es, die junge Elternschaft zu überzeugen, dass der Saft auch ohne ( elektrische) Kühlung schmackhaft bleibt und keinesfalls gesundheitsschädlich ist.

Im Herbst 2018 wurden 78 kg Äpfel vom schulischen Apfelbaum gemischt mit 117 kg anderer Apfelsorten aus dem Garten der Lehrerin zu 95 Litern Apfelsaft gepresst. 

Dem 2:3 Verhältnis der geernteten Äpfel entsprechend wurde der Saft auf Schule und Lehrerin aufgeteilt, die Schule erhielt 8 und die Lehrerin 11 Pakete á 5 Liter Saft.

Auch in den Vorjahren war das Verhältnis immer entsprechend 2:3. Im Jahr 2019 war der Ertrag an Äpfeln äußerst gering, eine Pressung lohnte nicht.

2020 hingegen war wiederum ein gutes Apfeljahr und die Pressung ergab 120 Liter Saft, wobei das Verhältnis in diesem Jahr anders war, nämlich 107 kg  schuleigene Äpfel und 89 g Äpfel aus dem privaten Garten.